Familie Linaceae - Leingewächse

Bei den Leingewächsen sind die Blüten radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind manchmal an der Basis verwachsen. Die fünf Kronblätter sind frei. Es sind ein, zwei oder ganz selten drei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden, ein Teil davon ist oft zu Staminodien umgewandelt. Zwei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.


Linum austriacum - Österreichischer Lein

Der Österreichische Lein ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die in ihrem Erscheinungsbild dem Ausdauernden Lein (Linum perenne) ähnlich ist. Der Spross ist meist aufrecht, selten aufsteigend und reich verzweigt. Die Stängelblätter sind lineal-lanzettlich geformt und unbewimpert. Die Kelchblätter sind von eiförmiger Gestalt und ziemlich gleich lang. Sie sind kürzer als die kugelig-eiförmige Kapsel. Die inneren Kelchblätter sind sehr stumpf. Der Blütenstand ist ein Thyrsus, die Teilblütenstände sind als Wickel ausgebildet und vielblütig. Die Kronblätter sind azurblau gefärbt.  Linum austriacum ist in Österreich gefährdet. Blühzeit Mai bis August.


Linum flavum - Gelb Lein

Charakterart der Wiesensteppe.  Der Gelbe Lein ist eine aufrecht wachsende und leicht verholzende ausdauernde Art mit Wuchshöhen 60 cm. An seinem Stängel sitzen wechselständig (obere manchmal gegenständig) dunkel- bis blaugrüne, unten schmal verkehrteilanzettliche und in der Mitte und oben breit lanzettliche bis längliche Blätter.  Die  kräftig gelben Blüten stehen in Trugdolden. In den Bundesländern Burgenland, Wien, Steiermark  und Kärnet ist diese Pflanze gefährdet. Blühzeit Juni bis September.


Linum perenne - Stauden Lein

Herkunft Europa, Asien. Diese Leinart mit hellblauen Kronblättern ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit aufrechten Stängel. Die Fruchtstiele stehen bei der Reife schräg aufrecht. Die Kapsel (siehe Foto) ist  bis sieben Millimeter lang und von eiförmig-kugeliger Gestalt.