Familie Hamamelidaceae - Zaubernussgewächse

Zaubernussgewächse sind Bäume oder Sträucher mit meist wechselständig und zweizeilig oder seltener spiralig, selten gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter. Die Blüten stehen in dichten, ährigen, rispigen, traubigen oder kopfigen Blütenständen zusammen. Es sind Deckblätter vorhanden. Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtig. Die radiärsymmetrischen Blüten sind vier- bis fünfzählig bzw. zwei- bis siebenzählig. Die Kelchblätter sind verwachsenen. 


Corylopsis spicata - Scheinhasel

Herkunftsland japan, Korea, China. Die Tragblätter der Blütenstände sind braun und selten rötlich gefärbt und werden früh abgeworfen. Die Einzelblüten sind zwittrig, gelb und meist duftend. Je Blüte bildet ein Tragblatt und zwei Vorblätter. Das Tragblatt ist farblos bis durchsichtig grün oder hellbraun. Der Kelch ist unscheinbar, die fünf Kronblätter sind genagelt. Je Blüte werden fünf Staubblätter und bis zu fünf Staminodien gebildet. Blühzeit Februar bis April. 


Fothergilla major - Großer Federbuschbaum

Sommergrüner Strauch mit wechselständigen, grob gezähnten Laubblättern.  Die Blütenstehen in endständigen, aufrechten drei bis acht Zentimeter langen Ähren. Die Einzelblüte hat eine einfache Blütenhülle mit einem fünf- bis siebenlappigen Kelch. Die ca. 24 Staubblätter haben weiße bis 2,5 Zentimeter lange und nach oben deutlich verdickte Staubfäden und gelbe Staubbeutel. Die laubblätter verfärben sich im Herbst oranerötlich.


Hamamelis x intermedia "Ruby Glow" - Hybrid Zaubernuss

Die zwittrigen vierzähligen Blüten mit behharten kelchblättern duften angenehm. Die Kronblätter sind länglich abstehend und rot gefärbt. In jeder Blüte sind vier fertile Staubblätter vorhanden, die nur kurze Staubfäden und eiförmige Staubbeutel besitzen. Es sind auch immer vier schuppenartige Staminodien vorhanden, die Nektar produzieren. Die Früchte sind zweiklappige holzige Kapsekfrüchte, auf den unteren Fotos sind sie jedoch noch unreif.


Hamamelis virginiana - Virginische Zaubernuss

Herkunftsland Nordamerika. Die  auffällig hellgelben, korallenartig geformten Blüten mit langen, schmalen Kronblättern erscheinen im Herbst und frühen Winter. Die Blüten sind vierzählig rötlich gefärbt mit gelben Staubgefäßen. Sie versprühen einen intensiven Duft.


Parrotiopsis jacquemontiana - Scheinparrotie

Herkunftsland Himalaya. Die zwittrigen, duftenden und vierzähligen Blüten wachsen in kleinen endständigen und kurz gestielten Köpfchen, die von mehreren weißen abstehenden und unterseits braun sternhaarigen Hochblättern umgeben sind. Der Blütenkelch ist dicht behaart und glockenförmig, die Kelchlappen sind klein. Je Blüte werden 15 gelbe, aufrechte Staubblätter mit langen Staubfäden gebildet. Blühzeit ist März bbis Mai.