Familie Amaryllidaceae - Narzissengewächse

Die Blätter der Narzissengewächse sind wechselständig und parallelnervig. Die Blattspreite ist dabei von zahlreichen Hauptnerven durchzogen, die sich nicht seitlich verzweigen. Die einzelnen Blattnerven ziehen in getrennten Spuren in die Achse ein. Die Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Einzelblüten inserieren in einem doldenartigen Thyrsus, der sich aus einem bis vielen Schraubeln aufbaut. Die Blütenhülle ist einfach, d. h. nicht in Kelch- und Kronblätter gegliedert (Perigon). Bei den Amaryllidaceae ist das Perigon aus 6 verwachsenen Tepalen aufgebaut. Diese stehen jeweils zu dritt in zwei aufeinander folgenden alternierenden Wirteln. Der Fruchtknoten ist unterständig und besteht aus drei verwachsenen Karpellen.

Achtung - Viele Vertreter dieser Familie sind giftig!!


Hymenocallis festalis - Schönhäutchen

Kulturform. Die Blüte des Schönhautchens ist besonders auffällig. Blühzeit Juli bis August.


Narcissus poeticus - Weiße Narzisse  

Die Weiße Narzisse ist eine hochgiftige Pflanze mit zwittrigen Blüten.  Diese stehen einzeln auf einem Blütenstandsschaft, sind cremeweiß und haben in ihrer Mitte eine, durch Karotinkristalle gefärbte, gelb-rote Nebenkrone. Diese Nebenkrone dient als Farbflecksaftmal und hat einen anderen und intensivieren Duft als das übrige Perigon. Die Perigonzipfel sind am Grund nur wenig verschmälert. Drei Staubblätter sind tiefer und drei höher eingefügt. Dies ist ein Unterscheidungsmerkmal zur Stern-Narzisse (Narcissus radiiflorus), bei der sich alle sechs Staubblätter in gleicher Höhe befinden. Blühzeit April bis Mai. 

Achtung Giftig!!


Narcissus pseudonarcissus var. pseudonarcissus - Gelbe Narzisse (Osterglocke)                                                     

Herkunftsland Europa. Auch die Gelbe Narzisse (Märzenbecher) zählt zu den hochgiftigen Pflanzen. Blühzeit März bis April. Die ca. sechs gelb leuchtenden Blütenblätter sind einzeln angeordnet und umgeben die Nebenkrone, die wiederum die sechs Staubblätter einschließt. Die Nebenkrone wächst längsfaltig und besitzt einen krausen oder gelappten Rand. Der blattlose Stängel wirkt zusammengedrückt bis kantig abgeflacht.

Achtung Giftig!!