Natur- und Steindenkmäler


Gem. Gmünd, Grillenstein                                                                                                                    1927 zum Naturdenkmal erklärt.

CHRISTOPHSTEIN oder "Brünndlstein"

Der Christophstein liegt auf der Blockheide im Wald. Er besteht aus zwei Hauptstücken, von denen der obere Stein dreieckig geformt ist und an seiner Oberseite Vertiefungen (Schalen) trägt. Die Steintafel vor dem Christophstein wurde von Carl Hermann geschaffen. Wie zu vielen Steingebilden des Waldviertels, gibt es auch zu dieser Steinformation mehrere SAGEN:

1) Der Hl. Christoph soll auf diesem Stein gerastet haben. Die Schalen an der Oberfläche sollen von seinen Schuhen in den Stein gedrückt worden sein, als er über diesen schritt.

2) Der Stein wird auch Brünndlstein genannt, da die heilige Jungfrau auf ihrer Wanderung das Jesuskind hierher trug und es aus dem Brünndlstein trank.  © Mag.  Angelika Ficenc 2021

Gem. Gmünd, Grillenstein                                                                                                               1930 zum Naturdenkmal erklärt.

WACKELSTEIN

Dieser Wackelstein ist oval geformt, ca. sechs Meter lang, 3,5 Meter breit und drei Meter hoch. Er liegt auf einem aus dem Erdreich ragenden Stein und konnte noch vor wenigen jahren bewegt werden. Auch zu diesem Stein schrieb Carl Hermann eine Geschichte:

"Als die hl. Familie aus Betlehem flüchten musste, suchte sie ein neues Zuhause und kam auch ins Waldviertel und auf die Blockheide. Begleitet wurde die heilige Familie stets von mehreren Engeln. Die Familie machten hier Pause, da das Jesuskind müde geworden war. Maria machte sich Sorgen, wohin sie ihr Kind zum Schlaf legen sollte. Die Engel suchte eine Schlafstelle für das Jesuskind und fanden bals diesen Stein im Wald liegen. Das Jesuskind wurde auf den Stein gelgt, wobei es erwachte und zu weinen begann. Die beiden Engel begannen den Stein wie eine Wiege zu schaukeln, worauf das Jesuskind wieder einschlief. © Mag.  Angelika Ficenc 2021

Gem. Gmünd, Grillenstein                                                                                                                   1941 zum Naturdenkmal erklärt.

TEUFELS BROTLAIB

Der Teufels Brotlaib ist ein ca. fünf Meter hoher, fast runder Granitfelsen nordöstlich von grillenstein im Naturpark Blockheide. Auf seiner Oberseite liegt ein kleineres Felsstück, getrennt durch einen Spalt und erinnert an ein Brotscherzl. Die steinerne davor wurde von Carl Hermann geschaffen. Sie trägt den Namen des Felsens und zeigt "einen Teufel, der vom Stein ein Scherzl abschneidet". Der Teufels Brotlaib wurde im Jahr 1941 zum Naturdenkmal erklärt. © Mag. Angelika Ficenc 2020

Gem. Gmünd, Grillenstein                                                                                                                    1930 zum Naturdenkmal erklärt.

TEUFELSBETTSTEIN

Der Teufelsbettstein liegt nördlich von Gmünd auf der Blockheide, nur wenige Meter vom Schullerstein entfernt. Der Granitblock wird in waagrechter Richtung von einer Spalte durchzogen und zeigt bei einiger Fantasie ein Unterbett, eine Decke und einen Kopfpolster. Er ist ca. 7,5 Meter lang, 4,5 Meter breit und vier Meter hoch. Der Teufelsbettstein wurde im Jahr 1930 zum Naturdenkmal erklärt und es gibt eine SAGE zu diesem Felsen: Der Teufel zog durch die Gegend und wollte die Seelen dre Menschen verderben. Überall, auf der Suche nach einem Nachtlager, wurde er abgewiesen. Da er auch in Grillenstein kein Nachtquatier fand, verließ er den Ort wütend. Auf seinem Weg entdeckte er an einer Wäscheleine eine Tuchent und einen Kopfpolster. "Ei, wie gewunschen, diese Dinge kann ich brauchen" sagte der Teufel und wanderte weiter. Allerdings ahnte er nicht, dass er von den grillensteiner Frauen überlistet wurde, denn in der Daunentuchent waren nicht nur Federn sondern auch viele Flöhe. Um ungestört zu schlafen ging er hinaus in die Blockheide, wo er einen Heuhaufen fand, sich sein Bett richtete und gleich einschlief. Durch die Wärme erwachten die Flöhe, sprangen in  sein Fell über und begannen ihn zu beißen und zwicken. Der Teufel sprang auch und versuchte die Flöhe zu vertreiben. Als alles nichts half schrie er "Zu Stein soll dieses Bett werden!" Seit dieser Begebenheit gibt es den Teufelsbettstein. Die Geschichte zum Teufelsbettsstein stammt von Carl Hermann. © Mag. Angelika Ficenc 2020

Gem. Gmünd, Grillenstein                                                                                                                    1941 zum Naturdenkmal erklärt.

SCHULLERSTEIN oder "Schülerstein"

Der Schullerstein liegt im Naturpark Blockheide, dort wo der Fuchssteinweg in die Schullersteinstraße mündet. Es handelt sich bei diesem Naturdenkmal um eine Asammlung unterschiedlicher Granitblöcke. Der Schullerstein hat an seiner Oberseite eine Vertiefung. Vor dem Schullerstein steht eine rechteckige Granittafel, die von carl Hermann geschaffen wurde. Eingraviert sid zwei behütete Köpfe, ein Sack mit 100 Gulden und ein Krug. darunter ist die Gravir "Schuldstein" in roter Farbe. Der Schullerstein wird auch "Schülerstein" genannt.

Eine SAGE berichtet:

"Vor langer Zeit verkaufte ein Bauer auf dem Jahrmarkt in Schrems ein Paar Ochsen. Beim anschließenden Kartenspiel verspielte er der Erlös der Ochsen. Amuf dem Heimweg bekam er es mit der Angst vor der Bäuerin und seinen Töchtern zu tun, fühlte sich elend und überlegte sich das Leben zu nehmen. Deshalb suchte er in der Finsternis auf dem Weg durch die Blockheide einen Baum und fand endlich eine Eiche. Der Bauer warf einen Strick um einen Eichenast. Plötzlich hörte er ein leises Kichern und Lachen und vernahm eine dünne Stimme "Ha, ha ,ha - du brauchst Geld - Ha-ha-ha, kannst du Haben - Komm nur herauf auf den Stein!" Der Bauer gehorchte und vor ihm stand in der Dunkelheit ein kleines Männchen, sein Gesicht war leuchtend rot und runzelig, es trug einen großen schwarzen Hut und einen langen schwarzen Mantel. "Du kannst von mir Geld haben", sagte das Männchen, "aber was gibst du mir als Pfand?". "Was du willst entgegnete der Bauer "Ochsen oder Kühe". "Und wieviel Geld brauchst du", fragte das Männchen. Der Bauer forderte 100 Gulden. Das Männchen ging auf den Deal ein, allerdings nur unter der Bedingung, dass der Bauer in zwei Jahren das Geld zurückgibt und dann seine Seele an das Männchen geht. Zwei Jahre später traf der Bauer das Männchen an derselben Stelle und übergab ihm 100 Gulden. Um seine Seele zu retten schüttet er einen Krug Mariazeller Weihwasser über das Männchen, welches verdampfte und nie wieder zu sehen war.  © Mag. Angelika Ficenc 2020

Gem. Gmünd, Grillenstein                                                                                                                    1930 zum Naturdenkmal erklärt.

FUCHSSTEIN

Auf dem Fuchssteinweg in Gmünd Grillenstein sieht man bereits aus der Ferne eine große Felsformation aus unterschidlich großen, übereinander geschichteten Granitblöcke,  den sog. Fuchsstein. Die Felsformation ist ca. sechs Meter hoch, sieben Meter breit und ca. acht Meter hoch. Eine Sage zu diesem Stein ist im Buch von Erich Geppert nachzulesen (siehe Literaturangaben!). An seiner Basis lehnt eine rechteckige Tafel mit eingravierten Fuchs und Schriftzug, hergestellt von Carl Hermann. Der Fuchsstein wurde 1930 zum Naturdenkmal erklärt. L 14.992708 B 48.774192 © Mag. Angelika Ficenc 2020

Gem. Heidenreichstein, Heidenreichstein                                                                                    1927 zum Naturdenkmal erklärt.

HÄNGENDER STEIN

Der "Hängende Stein" liegt auf anderen Granitblöcken. Er ist sieben Meter lang, vier Meter breit und ca. zwei Meter hoch. Zu finden ist dieses Felsgebilde in Heidenreichstein, auf dem Moorlehrpfad. © Mag. Angelika Ficenc 2019

Gem. Moorbad Harbach, Harbach                                                                                                    1927 zum Naturdenkmal erklärt.

MANDELSTEIN

Die Felskuppe des mandelsteins wurde im Jahr 1927 zum Naturdenkmal erklärt. Die Fläche des Gebietes beträgt ca. 6000 m². Die Felsgruppe ist ca. sechszehn Meter hoch. Der umgebende baumbestand wurde mitgeschützt.  An einem der Felsen ist eine Metallrafel mit folgender Aufschrift angebracht "In Dankbarer Würdigung ihrer Verdienste um das Böhmerwaldmuseum in Wien wurde diese Gedenkplatte den Böhmerwäldern Wilhelm und Anna Lindinger aus Krumau und Alt-Langendorf gewidmet. Verein Böhmerwaldmuseum in Wien 26.07.1977"  © Mag. Angelika Ficenc 2016

Gem. Moorbad Harbach, Hirschenwies                                                                                          1926 zum Naturdenkmal erklärt.

NEBELSTEIN

Der Nebelstein ist ein Steinmassiv, dessen Gestein im Paläozoikum vor 312 bis 308 Millionen Jahre entstand. Sein höchster Punkt liegt heute bei 1015 Meter und ist zugleich der Gipfel mit dem Gipfel bzw. Friedenskreuz (siehe Verkehrsdenkmäler). Im Jahr 1926 wurde der Nebelstein zum Naturdenkmal erklärt. © Mag. Angelika Ficenc 2016

Weißer Stein © Mag. Angelika Ficenc
Weißer Stein © Mag. Angelika Ficenc

Gem. Perchtoldsdorf, Perchtoldsdorf

 

WEISSER STEIN

Im Wald oberhalb der Weinberge am sog. Lindberg an der Riede Hochrain liegt ein weiß angestrichener Felsen. Der Felsen wird alle zwei Jahre von den Hiatan weiß angestrichen. Der Legende nach wurde im Jahr 1422 am Fuße des Weißen Steines der Weinhüter Thomas von Bierbrauern niedergeschlagen und schwer verletzt. © Mag. Angelika Ficenc 2020

Gem. St. Martin, Langfeld

BERGAHORN

Dieser mächtige, ca. 130 Jahre alte  Bergahorn ist ca. 18 Meter hoch und hat einen Stammumfang von über drei Meter. Der Baum wächst in der KG Langfeld im Lainsitztal, an der Grenze zu Anger.  © Mag.  Angelika Ficenc 2021

Gem. Unserfrau-Altweitra, Altweitra                              Zerstört                                           1984 zum Naturdenkmal erklärt.

ZWEI LINDEN beim Pölzl-Marterl

Diese beiden Linden gibt es leider nicht mehr!! Sie wurden im Jahr 2018 gefällt, da die Stämme hohl gewesen sein sollen. Vielleicht aber waren sie nur der Renovierung des Marterl im Weg. Nun aber zu den beiden Linden: Links vom Marterl stand eine 25 m hohe Winterlinde (Tilia cordata), rechts vom Marterl stand eine 21 m hohe Sommerlinde (Tilia platyphyllos). Jeder dieser Laubbäume war ca. 180 Jahre alt. 1984 wurden diese beiden Linden zum Naturdenkmal erklärt.

Gem. Unserfrau-Altweitra, Heinrichs                                                      

SCHILLINGSTEIN

An der Straße von Heinrichs nach Schagges steht rechtsseitig im Gelände  ein großer Naturstein aus Granit. Darauf ist, mit weißer Farbe, ein "Schilling-Symbol" mit Österreichischem Wappen sowie die Initialen MF., MJ., StA und die Inschrift "Einigkeit = Macht = Stärke" aufgemalt. Als man die Straße von Krems nach Budweis baute, wurde sie mitten durch diesen riesigen Stein geführt. Ein Grund für diese Trassenführung war der Einkommenszweig der "Vorspanner". Sie unterstützten die Pferdefuhrwerke durch vorspannen weiterer Pferde. 1924 wurde der erste Schilling geprägt. Dies nahmen fünf Buschen aus Heinrichs, nämlich Floh Laurenz, Wielander Franz, Strohmaier Anton, Müllner Johann und Müllner Franz zum Anlass, den Kopf der Münze zusammen mit ihren Initialen in den Granitstein zu meißeln. Seither nennt man ihn Schillingstein. © Mag. Angelika Ficenc 2019

Gem. Unserfrau-Altweitra, Heinrichs                                                                                                                   20. Jahrhundert, 1926

EDELWEISS - LESER

An der Straße von Heinrichs nach Schagges liegt ein großer Granitfelsen in der Wiese. Auf diesem ist ein Edelweiß, die Jahreszahl 1926 und die Initialen "WF., FF., BF.Fl.Fl., MJ., MH.EA.KF"  in weißer Farbe aufgemalt. Im Jahr 1926 wurde ein Burschenverein gegründet. Die Fahnenweihe dieser katholischen Jugendgruppe fand 1929 statt. Gleichzeitig wurde von der Diözese St. Pölten eine katholische Jugendzeitung namens "Edelweiß" gedruckt. Jene Mitglieder des Burschenvereins, die auch die Zeitschrift bezogen, meißelten ihre Initialen in den Stein: Wielander Franz - Floh Franz - Breunhölder Franz - Floh Laurenz  (von der Post Nr. 42) - Floh Franz (der Wirt Nr. 36). Weiters verewigten sich Müllner Johann, Möslinger Hubert, Ebhart Anton und Krenn Franz.  © Mag. Angelika Ficenc 2018

Gem. Weitra, Gabrielental                                                                                                                              20. Jahrhundert, 1903

WAPPENSTEIN

Auf einem Steilhang oberhalb des Kraftwerkes liegt ein Naturfelsen aus Granit. An seiner Vorderseite ist das Stadtwappen von Weitra sowie der Schriftzug "Stadt Weitra" eingraviert, darunter die Jahreszahl 1903. Das Wappen besteht aus zwei Türmen, die beidseits des Schlosses stehen sowie drei Berge in grüner Farbe. Kaiser Maximilian II. verlieh der Staft Weitra ein neues Stadtwappen, das folgendermaßen aussieht: ein blaues Schild, auf dessen Grund eine weiße Mauer aus Quadersteinen  mit drei erhöhten Zinnen, dahinter ein grüner Dreiberg, dessen mittlerer Berg erhöht ist, darauf ein weißes Schloss , beidseitig je ein viereckiger Turm mit je drei Zinnen; Das Schloss hat ein rotes Dach. © Mag. Angelika Ficenc 2020

Gem. Weitra, Gabrielental                                                                                                                                          19. Jahrhundert, 1864

LOUISEN - STEIN

Den Louisen-Stein erreicht man über einen schmalen, steilen Weg der am südseitigen Ufer der Lainsitz bergauf führt. Der "Stein" ist eine natürliche Felswand aus Granit, der die Inschrift "Louisen-Stein" und die jahreszahl 1864 trägt. Benannt wurde der Felsen nach Louise (Aloysia) Landgräfin zu Fürstenberg (1840-1925) © Mag. Angelika Ficenc 2021