Eichengallen

Eichengallen werden an Blüten, Früchten, Trieben, Knospen oder Blättern gebildet. Im Inneren der Galle, in einer oder mehreren Kammern,  leben die Larven der Gallwespen.  Die Galle entsteht als Wucherung infolge des Einstichs des Weibchens mit ihrem Legebohrer. Jede Galle hat eine artspezifische Form und Größe.


Gallen der Gemeinen Eichengallwespe (Cynips quercusfolii)

Die Galle der geschlechtlichen Generation sitzt an den Adern auf der Blattunterseite von Eichenblättern. Sie sind grünlich bis gelb, später rot gefärbte kugelige Gebilde mit einem Durchmesser von bis zu 26 mm.  An der Stieleiche (Quercus robur ) ist die Gallenoberfläche glatt, an der Traubeneiche (Quercus petraea) ist die Oberfläche leicht warzig. Die Galle ist fleischig und dickwandig, nach der Reife wird sie braun und schrumpelt zusammen. Jede Galle enthält eine Kammer, in der sich eine Larve entwickelt. 


Gallen der Schwammkugel Gallwespe  (Andricus kollari)

Die Gallen werden an Knsopen oder Sprossen gebildet, sind kugelig, schwach gehöckert und im Durchmesser bis zu 30 mm groß. Junge Gallen sind zunächst grünlich gefärbt. Mit zunehmender Reife ändert sich die Farbe von Gelb nach Braun. Einige der Gallen haben runde Löcher (siehe Bilder) - hier sind die sich entwickelnden Gallwespen bereits ausgeflogen.