Religiöse Kleindenkmäler in Weitra

Wegkreuz an der Böhmzeile

Dieses Wegkreuz steht an der L71 von Tiefenbach nach Schagges, an der sog. Böhmzeile. Über zwei Stufen ist das Kreuz erreichbar. Der hohe Granitsockel steht auf einer rechteckigen Bodenplatte aus Stein. Der im Grundriss rechteckige Sockel verschmälert sich nach obenhin und endet mit einer deutlich abgesetzten Kragenplatte. An der Kreuzstammbasis befinden sich zwei kleine betende Engel mit goldfarbenen Flügeln und weißen Gewand (stark mit Flechten bewachsen).  Darüber findet sich eine Inschrifttafel mit abgerundetetn Ecken mit der Inschrift "Gelobt sei Jesus Christus". Oberhalb ist der Corpus Christi sowie eine kleine INRI Tafel montiert.


Gedenkkreuz 1945

Dieses alte Gedenkkreuz steht beim Hackl-Teich neben der Brühlzeile, in Oberbrühl 12. Das schmiedeeisernes Kreuz ist an einem quadratischen Granitsockel, der nach obenhin schmäler wird angebracht. Auf dem Sockel ist eine schwarze Grableuchte befestigt. Eine rechteckige schwarze Blechtafel mit goldfarbenen Blumenornamenten an den vier Ecken ist mit dem Kreuz verschweißt. Auf der Blechtafel sind die Namen der drei Verunglückten mit weißer Farbe geschrieben. Oberhalb der Blechtafel schließt das schmiedeeiserne Kreuz an, welches den goldfarbenen Corpus Christi mit Strahlenkranz trägt.

Das städtische Freibad von Weitra lag ab 1935 am Hackl- bzw. Fabriksteich. An diesem Teich ist heute kein Bad mehr, dafür steht dort ein Eisenkreuz mit den Namen "Kurt Kolroß, Wilhelm Rausch und Rudolf Witeschnik". Darunter das Datum 5. 8. 1945. An diesem Ort sind diese drei Buben beim Spielen mit Kriegsgerät tödlich verunglückt. Im Teich war bei Kriegsende Munition deponiert worden. Das Bad verlegte man in Folge 1948 hinauf zum Hausschachenteich.

"Am 5. August 1945 spielten der 12jährige Kurt Kollross, der 10jährige Rudolf Witeschnik und der 12jährige Wilhelm Rausch aus Weitra beim Hackl-Teich in Brühl mit einer aus den Kriegstagen stammenden 3,7 cm Panzergranate, wobei diese durch das unsachgemäße Hantieren explodierte und die drei Kinder tödlich verletzte".

Literatur: Das Jahr 1945 in Weitra und Umgebung, Wilhelm Romeder, Seite 62


Bildbaum an der Abzweigung nach Tiefenbach

In der Brühlzeile, an der Abzweigung nach Tiefenbach, direkt an der Brücke steht dieser Bildbaum. Es handelt sich um ein viereckiges Marienbild, umfasst von einem Holzrahmen, überdacht von einem bogigen vorspringenden Blechdach.  Der Rahmen ist seitlich von metallenen Verzierungen umgeben. Zwischen Dach und oberen Holzrahmen ist ein kleines Kreuz angebracht.

Errichtet wurde dieses Kleindenkmal zwischen 2014 und 2016.


Hechenberger Kreuz

Dieses hölzerne Kastenkreuz steht auf einem Grünstreifen nahe der Lainsitz in Weitra, Mühlgasse Nr. 153. Das Kastenkreuz ist an einem Holzpfahl montiert. Im Kasten des Krezes befindet sich ein aus Holz geschnitztem Corpus Christi mit INRI-Tafel. Auf einer hölzernen Tafel, montiert an der Pfahlbasis, steht folgende Inschrift: 

„Aus Dankbarkeit errichtet und geschnitzt von Helmut Hechenberger, Weitra September 1999".

Errichtet wurde das Kreuz aus Dankbarkeit nach einer erfolgreichen Operation, eingeweiht wurde es vom Pfarrer Stark aus Weitra.


Kapellenbildstock 2001

In Weitra steht direkt an der alten Stadtmauer, in der Pfarrhofgasse 111 (beim Parkplatz) dieser Kapellenbildstock. Er hat einen rechteckigen Grundriss und ist aus Bruchstein gemauert. Die Vorderfront ist im Gegensatz zu den Seitenwänden nicht verputzt und weiß angestrichen. Die Vorderseite überragt die Seitenwände, wo sich jeweils ein rechteckiges Fenster befindet.  Die bogenförmige Nische ist mit einem Eisengitter verschlossen, zusätzlich gibt es dahinter einen Sichtschutz, sodass man nicht ins Innere blicken kann. Auf der Gittertüre sind die metallenen Buchstaben AVE MARIA in WEITRA sowie die Jahreszahl 2001 montiert. Im Inneren befindet sich ein sockelartiger Altar mit Madonna, Kerze und Blumenschmuck, auf der Hinterwand hängen Bilder von Jesus und Maria. 

Unterhalb eine kleinen hölzernen Kreuzes ist ein Partezettel angebracht mit folgender Aufschrift: "Zum Gedenken an unseren Mitbruder Msgr. Rudolf Stark * 9. März 1930 + 3. Dezember 2014 - O Gott , dessen Ratschlüsse unerforschlich sind, in stiller Demut haben wir uns Deiner hl. Vorsehung beim Hinscheiden unseres Mitbruders unterworfen. Lass einst, so bitter der Schmerz der Trennung ist, ebenso groß die Freude des Wiedersehens in deinem reiche sein".


Gedenkstein Ehepaar Knapp

An der Promenade in Weitra steht ein pyramidenförmiger Granitstein mit quadratischer Metalltafel zur Erinnerung an das Ehepaar Ludwig und Maria Knapp. Folgende Inschrift ist zu lesen: "Von Juli 1944 bis April 1945 mussten im heutigen Niederösterreich ungarische Jüdinnen und Juden unter härtesten Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Tausende starben an Hunger, Erschöpfung und Krankheit oder wurden ermordet.  LUDWIG und MARIA KNAPP aus Schützenberg behandelten die ihnen zugewiesenen 26 Zwangsarbeiter/innen nicht nur anständig, im April 1945 retteten sie diese vor der Deportation ins KZ Theresienstadt.

Die Gedenktafel zur Erinnerung an Ludwig und Maria Knapp befand sich ursprünglich in der Schubertstraße 209 (in der Grünanlage der Volksschule) - Initiatoren waren damals: MMag. Christian Gmeiner, Mag.a Dr.in Eleonore Lappin-Eppel, Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Szabolcs Szita.

Die Enthüllung der Gedenktafel erfolgte am 15. Mai 2006 unter Mitwirkung der InitiatorInnen sowie von Schulrat Werner Himmer (Bürgermeister), Volksschuldirektor Franz Zeilinger, Prof. György Kármán (Überlebender ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter), Elisabeth Buchhöcker (Tochter von Ludwig und Maria Knapp) und Stephan Gartner.

"Ludwig Knapp, der einen landwirtschaftlichen Betrieb bei Weitra und ein Sägewerk bei St. Martin besaß, für welche ihm jüdische ZwangsarbeiterInnen zugeteilt wurden, wusste die „Richtlinien“ offenbar richtig zu lesen, und

nahm daher Familien mit einem hohen Anteil von älteren Menschen und Kindern bei sich auf. In der Gruppe von 23 Personen, die er für Weitra wählte, waren es immerhin elf. Weitere 64 Personen beschäftigte Ludwig Knapp

in seinem Sägewerk in St. Martin. Auch während des Arbeitseinsatzes behandelten er und seine Frau Maria die jüdischen Familien menschlich. Als er im April 1945 den Befehl erhielt, die jüdischen Familien für die weitere

Verschleppung nach Theresienstadt bereitzustellen, beschloss er einen kühnen Rettungsplan. 

Die bei ihm beschäftigten jüdischen Familien waren in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine war bei Sägewerk untergebracht, die andere in einer entlegenen Baracke nahe ihrem Arbeitsplatz. Knapp schlug den jüdischen ArbeiterInnen aus der Baracke vor, sich zu verstecken, während er für ihre Verpflegung sorgen würde. Ein erheblicher Teil seiner jüdischen Belegschaft konnte so, unter Mithilfe der ebenfalls bei Knapp internierten französischen Kriegsgefangenen, vor der Deportation gerettet werden.

Klara Kaufmann und ihre Tochter, die auf seinem Hof in Weitra beschäftigt waren, durften in seinem Haus bleiben, obwohl dies die Gefahr für ihn und seine Familie wesentlich erhöhte. Als Sicherheitsmaßnahme für sich und die Seinen fuhr Ludwig Knapp mit seiner Familie während der fraglichen Tage des Abzugs der jüdischen ArbeiterInnen nach Wien. Bei ihrer Rückkehr zeigten sich die Knapps gegenüber den Behörden erstaunt über deren Verschwinden. Die in Gmünd und Weitra in Viehwaggons verladenen ungarischen Jüdinnen und Juden kamen am 20. April in Theresienstadt an. Ludwig und Maria Knapp gelang es, ihre Schützlinge über die kritischen letzten drei Kriegswochen hinwegzuretten".

Literatur: Intervention in die Erinnerungskultur des Waldviertels - Ehrungen von Lebensrettern aus dem Jahr 1945, Seite 34.


Hausbild St. Oswald ehem. Oswaldkirche

In der Oswaldgasse 88 befindet siich an der Fassade von Haus Nr. 88, dort wo ehemals die Oswaldkirche stand, ein Wandbild des St. Oswald mit Zepter und Rabe. Die ehemalige Oswaldkirche trägt ihren Namen nach der bis in die Zeit vor 1340 zurückgehenden Filialkirche zu Ehren des hl. Oswald, die 1785 in ein Wohnhaus umgewandelt wurde (Nr. 88).

Legende vom Hl. Oswald:

St.Oswald, damals noch unverheiratet, hört auf den Rat eines weitgereisten Mannes und wirbt um die schöne Paim, die Tochter des Heidenkönigs Aron.  Niemand will für ihn um sie werben, da Aron jedem Werber den Kopf abschlägt. Da sendet Oswald seinen gezähmten Raben mit der Werbung, der aber wird von Aron gefangen. 

Paim bittet ihn frei und gibt ihm einen Ring für Oswald mit der Botschaft, er möge ein großes Heer sammeln und einen vergoldeten Hirschen mitbringen.  Der Rabe richtet seine Botschaft aus. Oswald zieht nun mit dem Heere und dem Hirschen aus, gerät in große Gefahr, bis er und seine 12 Begleiter sich als Goldschmiede ausgeben.

Während Aron den goldenen Hirschen jagt, befreit Oswald die Königstochter und entführt sie. Nun kommt es zum mörderischen Kampf.  Oswald macht das Gelöbnis, jede Bitte, die im Namen Gottes an ihn herangetragen würde, zu gewähren. Im Kampf werden 30.000 Heiden erschlagen, der König allein überlebt. 

Oswald fordert ihn auf, sich taufen zu lassen oder zu sterben. Der König antwortet ihm: "Ich lasse mich nicht taufen, außer ihr macht mir mein Volk wieder lebendig."  Darauf erweckte Oswald alle gefallenen Heiden vom Tod.

Der Heidenkönig verlangt aber noch ein zweites: Oswald müsse aus einem harten Stein Wasser hervorzaubern, Da hebt Oswald seinen Fuß und stößt an den harten Stein.  Es fließt erquickendes Wasser heraus, daß es den Mannen, die sich dan taufen lassen, bis an die Knie geht. Als Oswald heimkehrt, erscheint ihm ein Pilgrim, erinnert ihn an sein Gelübde und verlangt die Braut und das Reich. Oswald gehorcht, da die Bitte im Namen Gottes an ihn herangetragen wurde.  Der Pilger aber verwandelt sich in Christus, der ihm Krone und Gemahlin zurückgibt. Das Ehepaar führt nun ein heiligmäßiges Leben. Nach vielen Jahren aber wurde St.Oswald durch Gottes Willen ein Märtyrer. Er ward erschlagen mit seinem ganzen Heer in einem großen Streit mit den Ungläubigen.

Literatur: "Schutzheilige Österreichs" v. Franz Attems, Pinguin-Verlag in Innsbruck, 1992, Seite 102 -103


Fresko Hl. Christophorus 16. JH

An der Ostwand des Langhauses der Heiligengeistkirche in Weitra befindet sich eine gotische Freske mit Darstellung des Hl. Christophorus. 

 

Den Bau eines Bürgerspitals, einer Versorgungsstätte für alte, kranke und verarmte Bürger, ließ 1340 der Weitraer Stadtrichter Chunrat Marchart beginnen. Nach dessen Tod vollendete 1341 seine Witwe Margarete das Werk und bestiftete es reich. Dem Bürgerspital angeschlossen befindet sich die Bürgerspitalkirche oder andersgenannt die Heiligen-Geist-Kirche.

 

Das Fresko wurde 1971 vom Restaurator Ludwig Peyscha restauriert .

 

 

 

Literatur: Stadtarchiv Weitra


Portal mit "Heiliggeist Taube"

Kleine weiße Blechtaube, Symbol für den Hl. Gesit, über dem Portal der ehemaligen Bürgerspitalkirche oder andersgenannt die Heiligen-Geist-Kirche.

Das Bürgerspital wurde 1340/41 vom Weitraer Stadtrichter Chunrat Marchart erbaut und diente als Versorgungstätte für alte, kranke und verarmte Bürger. Die angeschlossene Kirche ist dem Heiligen Geist geweiht. 


Wandbild Hl. Nepomuk 1791

In der Brühlzeile 111 befindet sich an der Fassade einer ehemaligen Mühle ein Wandbild mit der Darstellung des Hl. Nepomuk. Unterhalb dieses Bildes ist ein Wappen, ein Rad flankiert von 2 Löwen. Datiert ist das Wandbild Hl. Nepomuk mit 1791. Gemalt wurde es vom Großvater der heutigen Besitzerin.

In der Brühlzeile (früher "Beinleiten" genannt) im sog. Ledertal in Weitra gab es entlang der Lainsitz zahlreiche Mühlen wie zB: Zargmühle, Pruckmühle, Zaunmühle, Wendelmühle ect.


Bildstock 1875


Hausnische mit Bild der Hl. Anna

In der Fischergasse 81 in Weitra findet man in der Fassade eine bogenförmige Hausnische mit einem Bild der Hl. Anna, die Jesus und Maria im Arm hält.

Die heilige Anna (von hebr.: חַנָּה, Hanna; griech.: Αννα) wird in den vier kanonischen Evangelien nicht erwähnt; sie sei jedoch laut mehreren apokryphen Schriften des 2. bis 6. Jahrhunderts die Mutter Marias und damit die Großmutter Jesu Christi.

Seit dem 6. Jahrhundert wird Anna als Marias Mutter verehrt. Der Kult wurde besonders durch das Kaiserhaus in Byzanz - dem heutigen Ístanbul - gefördert, dort wurde um 550 durch Kaiser Justinian eine Anna geweihte Kirche errichtet.

Literatur: Heiligenlexikon


Brunnen mit Hl. Florian 1770

Der Brunnen mit Figurenbildstock des Hl. Florian befindet sich am Rathausplatz in Weitra. In der Mitte des  ist ein hoher vierseitiger Schaft in Turmform mit Kartusche und Inschrifttafel. An zwei gegenüber liegenden Seiten des Schaftes sind Löwenköpfe als Wasserspeier angebracht . Auf dem Schaft steht die Sandsteinfigur des Hl. Florian in römischer Uniform und Fahne in der linken Hand An seiner Seite steht ein kleiner Engel. Die Brunnenfigur ist mit der Jahreszahl 1770 gezeichnet.  Der Brunnen und die Säule sind aus Feinkorngranit, die Figur des heiligen Florian sowie Applikationen sind aus Zogelsdorfer Kalksandstein.

Literatur: DEHIO Niederösterreich – Nördlich der Donau, S. 1280; Die Wald- und Weinviertler Baulandschaften – Geologischer Untergrund, Bauwerke und Denkmäler. Fritz Steininger 2007


Denkmal Josef II.

Auf dem Rathausplatz 179 in Weitra steht ein Denkmal des Kaisers Josef II, flankiert von zwei Bäumen. Es besteht aus eine quadratischen Sockel, darauf ein schmälerer Mittelteil und auf diesem die Büste von Josef II. Der Mittelteil des Denkmal trägt die Inschrift "Dem Schätzer der Menschheit 1781".

Der Landwirtschaftliche Bezirksverein Weitra ließ 1881 - anlässlich des 100. Geburtstages Kaiser Josef II. - auf einem Terrain, das erst im Zusammenhang mit der Platzsanierung Anfang der Neunzigerjahre seine endgültige Form erhielt, dem Reformkaiser Josef II ein Denkmal errichten.

Literatur: Historisches Weitra - Ansichten aus 6 Jahrhunderten von W. Katzenschlager & H. Knittler


Maria Hilf Gnadenbilder

An der Fassade des Hauses am Rathausplatz Nr. 13 befindet sich ein rundes, barockes Medaillon mit gemaltem Mariahilf-Gnadenbild (Jesuskind steht mit einem Fuß auf dem Schoss der gekrönten Maria). Das Bild ist mit einem Blechdach überdacht. Gleich daneben an der Fassade des Hauses am Rathausplatz Nr. 16 (Bild rechts) befindet sich zwischen Erdgeschoss und 1. Stock ein ovals, barockes Medaillon mit gemaltem Mariahilf-Gnadenbild (Jesuskind steht mit einem Fuß auf dem Schoss Marias). Der Oberteil des Gnadenbildes ist durch ein Blechdach geschützt.


Säulenbildstock 14 Nothelfer

Im Veitsgraben in Weitra, bei Haus Nr. 19 nahe der Gmünder Bundesstraße steht ein Säulenbildstock aus Granit. Auf einem kurzen quadratischen Sockel steht eine Säule, die wesentlich jünger ist als der Sockel und das Tabernakel mit aufgesetztem Dach. Auf dem Dach befindet sich ein kleines Kreuz aus Blech. An der Vorderseite des Tabernakels ist ein Metallbild mit der Darstellung der 14 Nothelfer angebracht. Die Metalltafel im Sockel trägt die Inschrift "Ihr heiligen Vierzehn Nothelfer bittet für Uns".

Im unteren Bereich des Sockels ist eine Jahreszahl vermutlich 1878 eingraviert.  Das Blechbild mit der Darstellung der 14 Nothelfer wurde 1994 von Karl Bruckmüller renoviert. 

Das Bild mit der Darstellung der „Vierzehn Heiligen Nothelfer“ wurde von Ing. Wolfgang Kartusch gemalt.

Die Verehrung der „Vierzehn Heiligen reicht in das letzte und bittere Kriegsjahr zurück, berichtet Karl Bruckmüller aus Weitra: Mitte April 1945 zogen wir als blutjunge Soldaten, von den amerikanischen Truppen gejagt, am oberfränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen nahe Bamberg vorbei. Es war uns nur eine kurze Rast vergönnt. Ich gelobte damals, sollte ich gesund die Heimat wiedersehen, den Besuch des Wallfahrtsortes. Mein damals als 19jähriger Soldat gegebenes Gelübde habe ich gehalten. Ich habe alle drei Jahre teils mit meiner Frau, meinen Söhnen, alleine oder mit Bekannten den Wallfahrtsort besucht.

1994 konnte ich einen Bildstock erwerben, habe ihn durch Säule und Tabernakeldeckel ergänzt und vor meinem Haus aufgestellt. Das Bild zu Ehren der „Vierzehn Heiligen Nothelfer“ wurde von Ing. Wolfgang Kartusch gemalt. Oftmals in arger Not, wurde mein Flehen zu den von mir verehrten „Vierzehn Heiligen Nothelfern“ erhört. Der Bildstock wurde am 11. September 1996 von unserem Stadtpfarrer eingesegnet.
Literatur: Zeitzeugenbericht von Karl Bruckmüller aus Das Jahr 1945 in Weitra und Umgebung, Wilhelm Romeder, Seite 272)


Wandmosaik Hl. Florian

Dieses Wandmosaik mit der Darstellung des Hl. Florian befindet sich in der Zwettlerstraße 246, an der Fassade des ehemaligen Feuerwehrhauses.


Appollonia Bildstock 1450

In der Wetzlesstraße 236, in unmittelbarere Nähe der Kaserne Weitra steht dieser mächtige Bildstock. Der Bildstock hat einen sechskantigen Unterteil, keinen Sockel und einen rechteckigen Oberteil. Auf einer Sechskantstütze steht ein mächtiger Nischenaufsatz. An der Vorderseite befinden sich eine flache Rundbogennische, darüber eine kleinere Spitzbogennische. In der Rundbogennische ist ein gemaltes Bild mit der Darstellung der Hl. Apollonia, in der Spitzbogennische ein kleinen Bild mit der Darstellung Christus am Kreuz. An der Rückseite ist ebenfalls eine Nische mit Bild, welches aber in sehr schlechtem Zustand ist.

Der Helm trägt ein schindelbedecktes Dach, wobei die nach Westen gerichtete Dachfläche größer ist als die nach Osten gerichtete Fläche.

Ursprüngliche Nischenbilder:

1. Die Bilder in den Nischen waren ursprünglich auf Holz gemalt und angenagelt mit Darstellung des gekreuzigten Jesus, sowie Maria, Maria Magdalena und Johannes.

2. Eine weitere Nische zeigte das Bild mit der Darstellung einer jungen sitzenden Frau mit Heiligenschein, die in der linken Hand ein Buch festhielt. Ihre rechte Hand umfasste eine Zange, der Unterarm drückte einen Zweig an den Körper.

Im 15. Jh stand der Apollonia-Bildstock in der Nähe des Pestfriedhofes. Im Volksmund und in der Literatur wird dieser Bildstock auch "Apollonia-Marter" genannt.

Apollonia war eine angesehene alte Frau in Alexandria, die bei einem Pogrom von der aufgehetzten Menge zusammen mit anderen Christen verschleppt wurde. Die Christen wurden aus den Häusern geholt, ihre Wohnungen geplündert und zerstört. Von Apollonia berichtete Bischof Dionysius, dass ihr die Zähne ausgeschlagen und die Kinnlade zertrümmert wurde. Man drohte ihr mit Verbrennung auf dem Scheiterhaufen und verlangte, dass sie dem Glauben abschwöre. Apollonia aber stürzte sich laut betend freiwillig in die Flammen und verbrannte.

Literatur: Heiligenlexikon, Das Waldviertel 1969, Jahrgang 18, Heft 10/12 - Seite 262-266


Halbrelief Maria mit Kind

In der Franz Humangasse, nahe des Städtischen Friedhofes in Weitra wurde dieses Halbrelief aus Keramik an der Gartenmauer angebracht. Dargestellt sind Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm.


Rundbogennische mit Marienstatue

In der Kirchengasse 98 in Weitra befindet sich an der Hausfassade eine rundbogige Nische. Die Nische ist mit einem schmiedeeisernen Gitter verschlossen. Im Inneren der Nische steht eine kleine Marienfigur, ca. 40cm hoch.


Friedhofskreuz 1859

 

Auf dem, nahe der B41, gelegenem Friedhof von Weitra steht im vorderen Friedhofsteil eine Hochkreuz aus Granit. Der im Grundriss rechteckige Sockel ist auf einer quadratischen Steinplatte montiert, die über eine ebenfalls quadratische Fundamentplatte erreichbar ist.

Das Kreuz hat einen rechteckigen Querschnitt. Der Corpus Christi ist ein vergoldeter Gußkörper. Oberhalb der Corpus hängt eine vergoldete INRI-Tafel.

Im Sockel ist die Jahreszahl 1859 eingraviert.


Friedhofkreuz 1889

Auf dem nahe der B41 gelegenem Friedhof von Weitra steht im hinteren Friedhofsteil eine Hochkreuz aus Granit. Der im Grundriss rechteckige Sockel ist auf einer quadratischen Steinplatte montiert, die über eine ebenfalls quadratische Fundamentplatte erreichbar ist. Im Sockel ist die Jahreszahl 1889 eingraviert. Das Kreuz hat einen rechteckigen Querschnitt.

Der Corpus Christi ist ein vergoldeter Gußkörper, von dem allerdings die Farbe schon stark abgeblättert ist Oberhalb der Corpus hängt eine vergoldete INRI-Tafel.


Martin Strondl Gedenkkreuz

Dieses Kreuz wurde in der Brühlzeile in Weitra, zum Gedenken an Martin Strondl errichtet, der am 28.07.2002 an dieser Stelle tödlich verunglückt ist. Ein einfaches Eisenkreuz mit dem Corpus Christi ist auf einer Granitplatte mit eingraviertem Namen und Todestag des Verunglückten montiert. Dahinter steht ein Gedenkstein, aus Granit, verziert mit Lilien und folgendem Spruch: 

„Eines Sonntags Morgen musst ich fort, es geschah hier an diesem Ort, ging hinaus aus dieser Welt, als ich noch nicht einmal 17 Jahre zählt, doch für immer bleib ich jung, in eurer geliebten Erinnerung“

Errichtet von seiner Familie, zum Gedenken an den Sohn Martin Strondl, 2002.


Hirte mit Schweinen am ehem. Sauteich

Diese Figurengruppe aus Hirte mit drei Schweinen und einem Hund, alles aus Granit, stehen auf dem heutigen Sparkassenplatz in Weitra, außerhalb der Altstadt. Der Hirte (Sautreiber) hält eine "Sauzange" in der Hand.

Erschaffen wurde die Granitplastik von Carl Hermann 1979 .

 

An dieser Stelle befand sich bis 1966 der Stadtteich von Weitra, im Volksmund auch "Sauteich" genannt. Wie in anderen Waldviertler Orten waren auch in Weitra wohlhabende Viehhändler (Saubarone) ansässig. Diese kauften vor allem in Ungarn Bankoverschweine. "Sautreiber" brachten diese in Herden nach Österreich. Am Weg wurden Teile des Kontingentes abgegeben, dabei wurden die zum Verkauf bestimmten Tiere mit einer "Sauzange" aus der Herde herausgefangen. Ein Teil des Triebes kam bis Weitra, wo die Schweine im "Sauteich" gewaschen und getränkt wurden.


Figurenbildstock Hl. Nepomuk

Dieser Figurenbildstock steht vor dem Oberen Stadttor, außerhalb der Altstadt, an der Oberen Landstraße Nr. 83 in 3970 Weitra. Die barocke Sandsteinfigur des Hl. Nepomuk, eine religiöse Freiplastik, steht auf einem quadratischen

Sockel und ist mit der Jahreszahl 1724 bezeichnet. Geschaffen wurde sie von Friedrich Wilhelm Stillen. Die Figur zeigt die kirchlichen Attribute, nämlich das Priestergewand mit Birett am Kopf und den typischen Fünf-Sterne-Kranz. In der Hand hält die Figur das Kruzifix. Umgeben ist die Figur von einer Steinbalustrade. Ursprünglich stand diese Statue als Brückenheiliger beim ehemaligen „Sauteich“ auf dem heutigen Sparkassenplatz 11.

Literatur: Kultur und Stadtnachrichten, Folge Nr. 260, Seite 2


Dreifaltigkeitssäule bzw. Pestsäule 1748

Diese barocke Dreifaltigkeitssäule steht im Ort Weitra am Rathausplatz Nr. 6. Sie wurde im Jahre 1748, anstelle einer alten Pestsäule, von Johann Walser aus Budweis errichtet. Die Dreifaltigkeitssäule ist aus Sandstein gefertigt. Sie besteht aus einem dreiseitigen, zweistufigen Volutenpostament. Umgeben ist sie von einer sechseckigen Steinbalustrade mit Blumenschmuck der Saison geschmückt. Auf der unteren Volute befinden sich die Statuen des Heiligen Florians sowie der beiden Pestheiligen Sebastian und Rochus. Darüber befindet sich ein sechsseitiger Obelisk. An seiner Basis steht vorstehend auf der oberen Volute die Statue der Maria Immaculata,  umgeben von Wolken und Engeln. Auf dem bekrönenden Kapitell findet sich die Figurengruppe der Hl. Dreifaltigkeit, nach dem Typus von Karnabrunn, Gottvater mit Weltkugel und Christus mit Kreuz sitzen nebeneinander, die Heiligengeist-Taube befindet sich im goldenen Strahlenkranz darüber. 

In der unteren Inschriftenkartusche befinden sich im Text die römischen Ziffern DVVIVVIVVIIICLIIVVIML, die

auf das Pestjahr 1738 verweisen.

Eine weitere Inschriftenkartusche verweist mit den römischen Ziffern DVVIIVVVICLIILIVVVIM auf das Pestjahr 1737.

Die Dreifaltigkeitssäule wurde im Jahre 1994 von der Atelier Erich Pummer GmbH10 renoviert.

Literatur: DEHIO – NÖ Nördlich der Donau, Seite 1280


Rundbogennische mit Heiligenfiguren bei Schloss Weitra

Bei Schloß Weitra findet man in einem Nebengebäude eine Rundbogennische, welche durch ein Eisengitter verschlossen ist.In der Nische befinden sich zwei Holzfiguren, beide ca. 35 cm hoch. Diese Figuren Stellen Jesus Christus und Maria dar.